Spitzenmiete bleibt im Büromarkt Leipzig stabil

Laut BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) liegt der Leipziger Büromarkt mit einem Flächenumsatz von 46.000 Quadratmetern nur geringfügig unter dem Vorjahresergebnis (minus 2.000 m²) und auf dem Niveau des zehnjährigen Durchschnitts.

„Vor dem Hintergrund, dass bislang noch keine Vermietung über 5.000 Quadratmeter registriert wurde und lediglich 23 Prozent des Umsatzes auf Verträge über 1.000 Quadratmeter entfallen, ist das Resultat positiv zu bewerten“, erläutert Stefan Sachse, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Leipziger Niederlassungsleiter. Fast 60 Prozent aller Verträge wurden für Flächen bis 200 Quadratmeter unterzeichnet. Bei den Branchen dominieren wieder die sonstigen Dienstleistungen (Anteil: knapp 26 %), gefolgt von Unternehmen aus dem Bereich Gesundheitswesen (18 %), den Informations- und Kommunikationstechnologien (12 %) sowie Verwaltungen von Industrieunternehmen (10 %).

Da die Bautätigkeit insgesamt gering ist, setzt sich der kontinuierliche Leerstandsabbau in Leipzig fort (minus gut 7 % auf 511.000 m²). Auch die modernen Leerstandsflächen haben sich reduziert (minus 7,5 %), womit ihr Anteil am Gesamtleerstand nur noch bei 43 Prozent liegt. „Dadurch kommt es in den besonders präferierten Innenstadtlagen bei größeren Gesuchen teilweise zu ersten Engpässen“, betont Sachse. Die aktuelle Leerstandsquote in Leipzig beläuft sich auf 13,6 Prozent.

Die Flächen im Bau nahmen verglichen mit dem 1. Halbjahr 2010 leicht zu (plus knapp 8 % auf 85.000 m²), wovon noch knapp 46 Prozent verfügbar sind. Am meisten gebaut wird derzeit in der Innenstadt (33.000 m²), wovon dem Markt allerdings nur noch 6.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Die Spitzenmiete hat sich seit Mitte vergangenen Jahres leicht erhöht (um 4,5 % auf aktuell 11,50 €/m²), wobei sie im zweiten Quartal 2011 allerdings unverändert blieb. „Für den weiteren Jahresverlauf deutet alles auf eine stabile Mietpreissituation hin“, so Stefan Sachse. „Da die Nachfrage aufgrund der guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf einer breiten Basis steht, gehen wir auch für das zweite Halbjahr von einem etwa vergleichbaren Umsatz aus. Vor diesem Hintergrund besteht eine gute Chance, das Vorjahresergebnis nicht nur zu erreichen, sondern eventuell sogar leicht zu überbieten. Dass die 100.000-Quadratmeter-Schwelle überschritten werden kann, erscheint aus heutiger Sicht dagegen eher unwahrscheinlich. Der langsame aber kontinuierliche Leerstandsabbau dürfte sich fortsetzen.“

Büromarkt Düsseldorf im Vergleich

Für Düsseldorf liegen Inside RealEstate die Marktberichte von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), CB Richard Ellis (CBRE) und Jones Lang LaSalle (JLL) vor. Alle drei Maklerhäuser konstatieren für den Düsseldorfer Büroflächenmarkt ein eher stabiles Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

Büroflächenumsatz

Auf dem Bürovermietungsmarkt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt haben einige Akteure laut JLL eine kleine Verschnaufpause eingelegt. „Seit 2006 hatten wir drei Jahre mit herausragenden Vermietungsvolumina. Auch 2010 gehörte dazu. Nach solchen Entwicklungen ist ein gewisses Innehalten ein ganz natürlicher Entwicklungsprozess eines Marktes. Das gehört notwendig dazu“, meint Marcel Abel, Niederlassungsleiter von Jones Lang LaSalle in Düsseldorf. „Nicht alle Nutzer nehmen sich freilich zur gleichen Zeit eine solche Auszeit. Überdurchschnittlich waren es bis Jahresmitte jene, die Flächen zwischen 250 und 500 m² suchen. Die ganz großen Deals jenseits der 20.000 m² sind in der Regel sowieso keine marktcharakterisierende Größe.“ CBRE sieht indessen den Grund für das verhaltene 2. Quartal eher in dem Ausbleiben größerer Anmietungen und eine Dominanz der kleinteiligen Vermietungen kleiner 500 m². Der Vergleich mit dem Vorjahr ist laut der Makler insofern auch schwierig, da die Anmietung von 90.000 m² durch Vodafone das Ergebnis 2010 erheblich beeinflusst hat.

Die Zahlen im Vergleich:

Maklerhaus Büroflächenumsatz
BNP Paribas 166.000 m²
CB Richard Ellis 169.200 m²
Jones Lang LaSalle 184.000 m²

Büromieten

Anders als zum Beispiel in Berlin und Hamburg, entwickeln sich die Mietpreise 2011 nicht so schnell nach oben in Düsseldorf. Die Spitzenmiete wird von BNP bei 24,00 Euro pro Quadratmeter, von CBRE bei 23,00 Euro pro Quadratmeter gesehen und hat sich in den letzten 12 Monaten nicht verändert. Alle Maklerhäuser gehen aber von einem Anstieg der Spitzenmiete bis zum Jahresende aus, da das Fertigstellungsvolumen den niedrigsten Wert der letzten fünf Jahre laut JLL aufweist.

Noch oder wieder ist also der Düsseldorfer Vermietungsmarkt für Mieter attraktiv, da die Preise weniger stark steigen als an anderen Top-Standorten. Allerdings sind die Spitzenmieten sowohl in Hamburg als auch in Berlin von Haus aus niedriger als in Düsseldorf.

Düsseldorfer Büromvermietungsmarkt 2. Quartal 2011 (Quelle: JLL)
Düsseldorfer Büromvermietungsmarkt 2. Quartal 2011 (Quelle: JLL)

Detailmarktberichte der einzelnen Makler gibt es leider noch nicht hier, da die Marktbericht noch nicht veröffentlicht sind.

Was kostet ein Büro in Reutlingen?

Diese Frage stellte sich die ansässige IHK und hat eine sehr schönes neue Mieterinformation entwickelt: einen Mietpreisspiegel für Büros in Reutlingen, Tübingen und Zollernalb, der 69 Seiten umfasst. Doch nicht nur die Spitzenmieten, Mietspannen und Nebenkosten wurden unter die Lupe genommen, sondern auch die Ausstattungsqualitäten. „Was kostet ein Büro in Reutlingen?“ weiterlesen

Büromarktbericht Sindelfingen

Die Wirtschaftsförderung Sindelfingen hat einen Büromarktbericht zum Standort herausgegeben. Stark, stabil, attraktiv bewertet die Wirtschaftsförderung den Standort. Für den Mieter interessant ist die Entwicklung der Mieten: Während die Spitzenmiete von 2009 auf 2010 um satte 2,50 Euro/m² auf 12,50 Euro/m² gestiegen ist, gibt die Durchschnittsmiete um 0,20 Euro/m² auf 8,60 Euro/m² nach. „Büromarktbericht Sindelfingen“ weiterlesen

Firmen warten bei Anmietung weiter ab

Anlässlich der diesjährigen ExpoReal in München hat das Handelsblatt einen Artikel zum Immobilienmarkt veröffentlicht. In Kürze die Informationen, die Büromieter interessieren dürften: