Büromarkt Frankfurt: Zweitbester Halbjahresumsatz seit zehn Jahren

Das ist das Ergebnis von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). „Bemerkenswert ist vor allem, dass dieser Umsatz im Gegensatz zu den Vorjahren ohne außergewöhnliche Großverträge erzielt werden konnte“, betont Oliver Barth, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Frankfurter Niederlassungsleiter. So schloss die EZB 2010 einen Vertrag über 104.000 Quadratmeter und die Deutsche Bahn 2009 über 72.000 Quadratmeter Fläche in Frankfurt ab. „Dies spricht für eine stabile Nachfrage auf breiter Front.“ Im engeren Marktgebiet, das von den großen Marktteilnehmern gemeinsam festgelegt wurde, belief sich der Flächenumsatz auf 242.000 Quadratmeter und lag damit um rund 6 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Jones Lang LaSalle (JLL) kommt auf 238.000 m² schätzt das Ergebnis genauso ein. CB Richard Ellis (CBRE) meldet 230.200 m² und nennt als größte Anmietung die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit einem Flächenvolumen von rund 24.000 m² im Teilmarkt Mertonviertel.

Da sich der Leerstand nicht erhöht und die Nachfrage ein Ergebnis von über 500.000 m² möglich erscheint,  ist ein Anstieg der Mieten bis Jahresende möglich. Die Spitzenmiete blieb im zweiten Quartal 2011 laut BNPPRE stabil bei 35 Euro pro Quadratmeter und wird nach wie vor sowohl im Bankenviertel als auch im Westend erzielt. Für kleinere Flächen mit außergewöhnlicher Lage und Qualität werden vereinzelt auch schon wieder höhere Mieten realisiert. „Anders als die Höchstmiete haben die Durchschnittsmieten in einigen innerstädtischen Büromarktzonen leicht angezogen, worin sich die starke Nachfrage nach modernen Büroflächen widerspiegelt“, so Oliver Barth. „Da sich das Angebot an Neubauflächen aufgrund geringerer Fertigstellungen tendenziell reduzieren wird, ist nicht auszuschließen, dass die Mieten für moderne Büroflächen in den bevorzugten Lagen im weiteren Jahresverlauf moderat steigen werden.“

Die Durchschnittsmiete liegt laut JLL auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt bei 19,48 Euro/m²/Monat und damit im Jahresvergleich um 11 % höher. Die meisten Mietverträge (mehr als die Hälfte) wurden im ersten Halbjahr zwischen 10 und 20 Euro/m²/Monat abgeschlossen.

Frankfurter Büromarkt 2. Quartal 2011 (Quelle: JLL)
Frankfurter Büromarkt 2. Quartal 2011 (Quelle: JLL)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.